Das Kriegswesen der eisenzeitlichen Steppennomaden


Sonntag, 03.11.2019, 16:00 Uhr
Haselburg Infozentrum

Vortrag von Clio Felicitas Stahl

Die eisenzeitlichen Steppennomaden Eurasiens – Skythen, Saken, Sauromaten, Sarmaten uvm. - sind in der westeuropäischen Geschichtswissenschaft kaum präsent. Dabei prägten sie durch ihre Vermittlerrolle im Steppengürtel den Austausch von materiellen und immateriellen Gütern zwischen West und Ost maßgeblich mit. Ein Aspekt ihrer Kultur war für die sesshaften Nachbarn abschreckend, innovativ und attraktiv zugleich: die nomadische Kriegsführung. Berittene Bogenschützen, deren militärische Stärke in Mobilität und Kriegslisten bestand, stellten für die Großreiche der Chinesen, Perser, des Bosporus und Roms jahrhundertelang eine ernstzunehmende Gefahr dar.
Der Vortrag wird den Krieg in der nomadischen Gesellschaft und dessen materielle Kultur ebenso behandeln, wie die stilprägenden Einflüsse der nomadischen Kriegsführung auf sesshafte Hochkulturen am Beispiel des Römischen Heeres.